Das Ramayama – ganz kurz

Das Ramayama ist einer der zentralen Epen in Indien.  Es ist zwar nicht so lang wie das bekanntere Mahabarata (welches solange ist wie die Ilias und die Odyssee gemeinsam), ist aber trotzdem noch eine recht verwickelte Geschichte, welche sich geographisch über den gesamten indischen Subkontinent erstreckt. Da das Ramayama zum Teil in Hampi spielt, und da es mir hier sowieso fast ueberall begegnet, hier also eine ganz kurze Zusammenfassung

Rama ist erstgeborener Königssohn in Ayodha im Norden von Indien und eine Reinkarnation von Vishnu. Sein Vater ist jedoch einer seiner weiteren Frauen noch etwas schuldig und diese verlangt von ihm, Rama ins Exil zu schicken, damit ihr Sohn König werden kann. Rama geht daraufhin mit seiner Frau Sita und dem ihm ergebenen Bruder Lakshman ins Exil und verbringt einige Jahre in den Wäldern. Eines Tages versucht die Schwester des Dämons Ravana Rama zu bezirzen. Sie ist aber nicht erfolgreich, ja Rama schneidet ihr sogar die Nase ab. Diese Schmach nun kann Ravana nicht auf sich sitzen lassen und entführt mit einem miesen Trick Sita.

Ramayama

Ravana entfuehrt Sita

 

Rama und Lakshman machen sich nun auf die Suche nach Sita und landen dabei auch im Affenreich Kishkinda.Das ist die Region rund um Hampi Dort  regeln sie dann noch königliche Bruderzwistigkeiten, bevor sie losziehen um Sita zu suchen. Mit auf dem Weg ist nun Hanuman – der ein Heer von Affen unter sich hat, und spaeter als Affemgott bekannt wird.

Ramayama

Hanuman trifft auf Rama und Laksman

 

Dieser wird zuerst nach Lanka (wo Sita ist) vorgeschickt, um die herbeieilende Hilfe anzukündigen. Dabei wird er gefangengenommen und setzt im Zuge seiner Befreiung einmal schnell Lanka in Flammen. Die Befreiung von Sita wird mit dem Bau einer Brücke nach Lanka und mit Hilfe der von Hanuman befehligten Affenarmee eingeleitet. Den darauffolgenden Krieg gewinnt Rama auch wenn Laksman dabei verwundet wird.

Ramayama

Hanuman ueberbringt Sita den Ring als Botschaft von Rama

 

 

Nachdem Rama auch noch in Lanka die Bruderzwistigkeiten um den Thron regelt geht es für Rama, Sita und Hanuman wieder nach Hause. Vor dem umfassenden guten Ende muss sich Sita allerdings noch einer Feuerprobe unterziehen, da ihre Ehre sonst in Zweifel wäre.

Hier im Süden, wo ich gerade bin, sind Darstellungen vom Ramayama in vielen Tempeln zu finden. Nicht, dass ich die einzelnen Teile der Geschichte auf den Skulpturen schon identifizieren könnte. Dazu sind auch die Reiseführer nicht genau genug. Aber manchmal gibt es in den Tempeln eine Art Betreuer die, im Austausch für ein kleines “Geschenk”  zumindestens rudimentär über die Inhalte der Skulpturen Auskunft geben. Seltener kann ich auch bei einer Gruppe lauschen (dies vor allem dann, wenn es sich um westliche Gruppen handelt, die aber nur selten anzutreffen sind).

Da kommen mir die Kinderbücher mit den wichtigsten Geschichten gerade recht. Um 50 Rupien (70 Cent) kaufe ich ein bebildertes Kinderbuch, welches die Geschichte von Rama zusammenfasst. Ist noch immer überraschend kompliziert, aber wirklich gut um einmal einen Überblick zu bekommen. Es gibt auch Comics, die Geschichten von Göttern und Helden nacherzählen. Da werde ich sicher noch einmal zuschlagen.

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