Winterurlaub am Mittelmeer – eine Ermunterung

So schön kann der Mittelmeerwinter sein: Cappuccino am einsamen Strand…

 

Für viele ist das Mittelmeer im Winter in keinster Weise interessant. Zieht es sie doch entweder zum Wintersporteln auf die mehr oder weniger schneebedeckten Berge oder gleich weit weg, Richtung Asien, Mittelamerika oder auf die andere Seite der Welt, um dem Sommer nachzureisen.

Doch andererseits gibt es oft diese unglaublich günstigen Angebote, Pauschal oder nur Flüge im Winter in den Mittelmeerraum und die Überlegung es doch einmal auszuprobieren, wird dann wieder greifbarer. Auf was muss man sich nun gefasst machen und ist ein Mittelmeerurlaub im Winter überhaupt die Reise wert? Hier der Versuch einer Antwort.

Die gute Nachricht ist, das wärmere Wetter als in Mitteleuropa. Mit ein bisschen Glück Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad. In der Nacht erreichen die Temperaturen nur in Ausnahmefällen den Gefrierpunkt. Baden ist dann nur was für wirklich Hartgesottene, aber den Tag draußen zu verbringen, Lesen, Spaziergänge oder Sehenswürdigkeiten besichtigen geht dann wunderbar. Ganz zu schweigen von der unglaublichen Ruhe im Vergleich zu anderen Jahreszeiten.

… blühende Wiesen …

 

Mit ein bisschen Pech, kann es jedoch auch passieren, dass es mehrere Tage hintereinander in Strömen womöglich mit starkem Wind regnet. Da die meisten Häuser einfach nicht für Kälte und Nässe gebaut sind, kann dies ungemütlich werden.

Wettermäßig ist also alles drinnen. Von tagelangen Sonnenschein bei Temperaturen über 20 Grad bis hin zu mehrtägigen Regenschauern und starkem Wind.

Das Beste am milden Winter ist die blühende Natur. Die Landschaften sind grün – voll mit Blumen, eine Farbenpracht, die man sonst nicht sieht, die Luft ist klarer und die Fernsichten oft atemberaubend. Zum Besichtigen von Attraktionen ist es eine tolle Zeit, wann kann man schon Ausgrabungsstätten und sonstige Attraktionen fast für sich alleine haben? Auch zum Wandern geht es sehr gut, allerdings aufgrund der schneebedeckten Berge nur in niedrigeren Lagen.

 

Tipps

  • Weit genug in den Süden fahren damit es nicht zu kalt wird. Als Faustregel würde ich sagen nicht nördlicher als Rom.
  • Am Kältesten ist es üblicherweise von Mitte Dezember bis Ende Jänner. Das ist auch die regenintensivste Zeit. Nordafrika bietet sich in diesem Zeitraum besonders an.

… und ein Feuerchen zum Wärmen.

 

  • Unbedingt warme Sachen, Fleece, gute Regenjacke und feste Schuhe mitnehmen.
  • Eine Unterkunft mit beheizten Zimmern suchen. Oft wird das die Klimaanlage sein aber Hauptsache warm in der Nacht.
  • Gibt es in der Unterkunft auch einen angenehmen Gemeinschaftsbereich zum Sitzen, plaudern, lesen und Abend ein Bierchen trinken? Besonders schön und heimelig ist ein offenes Feuer am Abend.

Mein Fazit: Wer den Urlaub in erster Linie (sonnen)badend am Strand verbringen will, sollte besser in wärmere Gefilde fahren. Für alle anderen ist es jedenfalls eine Überlegung wert.

 

Langsam Reisen (2): How to – Tips zum Ausprobieren

Straßencafes – eine grandiose Erfindung

 

Langsam Reisen hat viele Vorteile wie ich in diesem Post geschrieben habe. Es macht mehr Spaß und entspannt auch besser. Heute geht es weiter mit konkreten Hinweisen und Tipps.

Das Gute daran ist: jede einzelne Aktivität kann auch für sich stehen. Selbst wenn wir, aus welchen Gründen auch immer, im Eilschritt unterwegs sind, ist es einfach schön, zwischendurch zumindestens kleine Schritte zur Verlangsamung zu unternehmen. Probier es aus!

Und: Wer gerade nicht auf Reisen ist, mag die eine oder andere Anregung auch zu Hause ausprobieren. Auch um die Ecke gibt es genug zu erleben!

Bleibe länger an einem Ort

Ein paar Tage länger bleiben, und einige der untenstehenden Tipps auszuprobieren. Vielleicht eine zweite Unterkunft ausprobieren, erweitert auch den Blickwinkel.

Geh zu Fuß

Einfach zu Fuß losziehen, immer am Strand entlang oder das Viertel rund um die eigene Unterkunft erkunden. Irgendetwas gibt es immer zu entdecken. Ich gehe auch gerne zu Fuß in Richtung Sehenswürdigkeiten – schaue mir die Route grob am Stadtplan an, und dann einfach losgehen.

Borge Dir ein Fahrrad aus

Gerade im ländlichen Raum das ideale Verkehrsmittel zum gemächlichen Erkunden aber mit einem größeren Radius als zu Fuß.

Mach mal Pause in heißen Ländern vor allem über Mittag

Einfach mal ein halbes Stündchen hinsetzen und die Attraktionen wirken lassen – oft genug gibt es sogar Bänke. Straßencafes – meine Leidenschaft. Sitzen und dem Leben beim Vorbeiziehen zuschauen. Oder mal Ruhe tanken im Hotelzimmer bzw. am Balkon. Wir brauchen auch Zeit, um all das Gesehene zu “verdauen”.

Über Märkte schlendern – immer wieder ein Erlebnis

 

Besuche einen Markt und koche zur Abwechslung

Die lokalen Produkte begutachten, frisches Obst und Gemüse kaufen und dann noch eine Runde kochen. Geht natürlich nicht überall, aber in vielen Hostels gibt es ja kleine Küchen für die Gäste.

Suche Details

Auf der Straße, am Strand, in Tempeln oder im Kaffeehaus. Den Blicke schweifen zu lassen und öfters mal genauer hinschauen, ist nicht nur eine Übung in Achtsamkeit sondern führt auch zu ganz neuen Einsichten

Bewußtes Fotografieren

Und das führt mich gleich zum Nächsten. Beim Fotografieren nicht nur schnell klicken und weiterziehen, sondern neue Blickwinkel, Lichtverhältnisse und Details (siehe oben) suchen und finden. Das Ergebnis sind nicht nur bessere Fotos, sondern auch ein neuer Blick auf vielbesuchte und fotografierte Attraktionen oder auf den Alltag.

Besuche Kurse, Aktivitäten

Ich bin ja ein Fan von Koch- und Yogakursen, aber der Fantasie sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt. Kino, Theater, kurze Sprachkurse oder Straßenfeste – ein Blick in lokale Zeitungen eröffnet oft ein ganz neues Spektrum an Möglichkeiten – und ermöglicht Erfahrungen, die nicht im Reiseführer stehen.

Geh an die “Ränder” einer Destination

Das habe ich besonders in Indien spannend gefunden. Gerade an Strandorten oder kleineren touristischen Gemeinden eröffnen sich dort ganz neue Welten.

Fahre mit Bus und Bahn – auch mal untertags

Es ist ja sehr beliebt mit dem Nachtzug oder -bus zum nächsten Ort zu fahren. Natürlich sind die Vorteile unbestreitbar (Ersparnis einer Übernachtung und Ankunft am Morgen, wenn noch genug freie Betten vor Ort sind), ich bevorzuge trotzdem die Reise untertags. Das Brausen durch die Landschaft, das bunte Treiben bei den Zwischenstops gehört für mich immer zu den Höhepunkten einer Reise. Besonders empfehlenswert bei Fahrten bis zu sechs Stunden.

… un was sind deine Tips?

 

 

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